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Heisterbach Tor

in der Südmauer,

Stadtmauer Bad Münstereifel






Heisterbacher Tor in der Südmauer, Stadtmauer Bad Münstereifel

 

Autor: Heinz Zanger

Stichworte:

  • 1470 noch „Heysterbacher Portzen“ genannt, ist das zweite Stadttor in der Südmauer mit Anschluss an das
    damalige übergeordnete Wegesystem zum Rurtal nach Heimbach und Nideggen, jeweils zu den dortigen Jülicher Burgen;
  • mit Ausnahme der Durchfahrt und Teilen des darüber befindlichen Geschosses wurde das Heisterbacher Tor seit der Erbauungszeit sehr stark überformt;
  • die Rekonstruktion des Wehrganges mit Aufstieg zum Turm und Weiterführung bis zum südwestlichen Eckturm über den steilen Felshang gehört zu den eindruckvollsten Abschnitten der Münstereifeler Stadtmauer und kündet vom hohen technischen Wissensstand ihrer Erbauer.

Hei1Heisterbacher Tor, von der Feldseite

Hei2Heisterbacher Tor, von der Stadtseite

Hei3Heisterbacher Tor, „Malerwinkel“, 1 Blick von der Heisterbacher Straße, 2 Blick von der Werkbrücke.

Hei4Heisterbacher Tor, „Malerwinkel“, Blick vom Salzmarkt in die Erftschneise

Hei5Heisterbacher Tor, Bauaufnahme von 1907 mit Anmerkungen

  1. Heisterbacher Tor,
  2. Stadtseite,
  3. Feldseite,
  4. Zierfriese an beiden Kämpferpunkten des Torbogens,
  5. Schnitt in der Torachse,
  6. Grundrisse,
  7. Führungsnuten des Fallgitters,
  8. Konsolschlitze im Mauerwerk für den Wehrgang oder das „Überzimmer“,
  9. keine Bauspuren für Zugbrücke erkennbar (z. B. Rollenschlitze und Zugbrückenblende),
  10. ursprünglicher Turmabschuss; Flachdecke mit Zinnenkranz,
  11. Schießkammer.

Hei6Heisterbacher Tor, Feldseite, Rekonstruktionsversuch (Gelb)

  1. Heisterbacher Tor,
  2. mit Fallgitter gesicherter Erftdurchlass (Werkbrücke),
  3. Halbschalen-Eckturm,
  4. abwerfbare Holzbrücke und Beginn des Trocken-Grabens,
  5. Wehrgang,
  6. Kontermauer als weitere Schikane gegen Angreifer,
  7. Stützmauer zur Sicherung des Fahrweges,
  8. Erft,
  9. Wassergraben vom heute überbauten Mühlengraben gespeist (ca. 2 m höher liegender Wasserspiegel als der mittlere Erft-Wasserspiegel); der Wassergraben diente auch als Wasserzuführung für die „Jungmühle“; an Stelle dieses Wasserdurchlasses befindet sich heute der Durchgang für Fußgänger).

Hei7Heisterbacher Tor, Blick vom Hennesweg, Grafik: Toni Krahforst, 1926

  1. Heisterbacher Tor,
  2. oberer Erftdurchlass (Werkbrücke) und Südmauer,
  3. Burg(ruine),
  4. Werther Tor,
  5. Johannistor und Ostmauer.

Hei8Heisterbacher Tor, Feldseite, Blick auf die eindrucksvolle Südmauer oberhalb des Tores mit ehemaligem Trockengraben Hei9Heisterbacher Tor, „Schießkammer“ in der Tordurchfahrt

Hei10Heisterbacher Tor, Feldseite, Schmuckfries und Fallgitternut im Torbogen

Hei11Heisterbacher Tor, Stadtseite, Aufgang zu Turm und Wehrgangrekonstruktion

 

Quellennachweis

Verwendete Literatur für den Stadtmauerrundgang

[ 1 ] Binding, Günther
„Der mittelalterliche Baubetrieb in zeitgenössischen Abbildungen“
Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 2001.

[  2 ] Bekringer A. und Freck F.
„Das Mauerbuch“
Otto Maier Verlag Ravensburg, 1953.

[ 3 ] Viollet-le-Duc, M.
„Dictionaire Raisonné de l’Architekture Française du XI. au XVI. Siècle”
Editeur: A. Morel, Paris 1868, 10 Bände.

[ 4 ] Piper, Otto
“Burgenkunde”
Auflage, R. Piper, München, 1912.

[ 5 ] Fuchs, R. und Notarius, Chr.
Aufmaß der Burg in Bad Münstereifel 1985, in Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege, Bonn.

[ 6 ] Meyers Großes Konversationslexikon, 1908

[ 7 ] Hrg. Einem, E.; Fehn, K.; Fink, K.
„Bad Münstereifel“
Rhein. Städteatlas, 1971.

[ 8 ] Schmitz-Ehmke, Ruth,
„Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Euskirchen, Stadt Bad Münstereifel“
Rhein. Amt für Denkmalpflege, Bonn.
Gebr. Mann-Verlag Berlin, 1985.

[ 9 ] Clemen, Paul
„Kunstdenkmäler der Rheinprovinz,  Kreis Rheinbach, Münstereifel“
Schwann Düsseldorf, 1900.

[ 10 ] Zanger, Heinz
Text, Grafik, Rekonstruktionen, Fotos
zusammen mit Kossmann, Almut und Küppers, Jürgen.

[ 11 ] Wikipedia

[12 ] Hürten, Karl
„Volkstümliche Geschichte der Stadt Bad Münstereifel“

[ 13] Mainzer, Udo
„Stadttore im Rheinland“
Veröffentlichung der Abt. Architektur des Kunsthistorischen Institutes der
Universität Köln. Hrg. Günter Binding, Köln, 1973.